Als ich fliehen wollte

4. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Als ich fliehen wollte hörte ich den Polizisten schreien „he, du Kasper, bleib sofort stehen“. Dann überrollte mich ein Mark erschütternder Schrei und ich drehte mich um: Das Krokodil hatte ihn gefressen. Ich nahm meine Mütze ab und schoss ein kleines Gebet für ihn in den Himmel. Plötzlich zog jemand die Hand aus meinem Arsch und ich fiel in Ohnmacht. Ich erwachte in einem dunklen, stickigen Raum. Vereinzelt arbeiteten sich abwechselnd kleine Lichtblitze und längere Lichtstrahlen durch das sehr enge Zimmer und ich konnte das Krokodil und den armen Polizisten neben mir erkennen. Sie waren beide tot.

Ich stemmte meine Arme in die Hüften und drückte mit aller Macht den Holzstab aus mir heraus, der tief in meine Eingeweide gebohrt war, bis hoch zu meinem Hals. Ich bemühte ich, doch leider war mein ganzer Kraftaufwand vergeblich. Ich versagte und blieb für die kommende Nacht an diesem finsteren Ort neben meinen toten Freunden auf einem stück Holz hängen.

Am nächsten Morgen öffnete sich das Dach und jemand nahm mich und meine Mitstreiter heraus. Man hatte uns in diesem Koffer gefangen gehalten und nun darauf abgelegt. Ohne das Holz in meinem Körper war das Druckgefühl weg, doch bewegen konnte ich mich trotzdem nicht. Neben dem Koffer war wieder die große Wand aufgebaut worden, mit dem rechteckigen Loch am oberen Ende, das von einem Vorhang verdeckt wurde. Ich hörte furchtbare Kindergeräusche wie lachen, schreien, husten, rotzen und andere Dinge. Da drang plötzlich eine warme Extremität in mein hinterteil ein und lies mich hochschnellen und ich rief wie hypnotisiert „Seid ihr alle da?“ Die Kinder lachten, als sie mich sahen und antworteten zusammen „jaaaaaa“.

Neben mir tauchte aus dem Nichts mein Freund der Polizist wieder auf und machte sein grimmiges Gesicht. Ich war erleichtert und freute mich ihn zu sehen. Doch statt ihn vor Freude zu umarmen, schlug ich ihn mit seinem eigenen Gummiknüppel, der mir nichts, dir nichts in meinen Händen gelandet war. Als ich fliehen wollte hörte ich den Polizisten scheien „he, du Kasper, bleib sofort stehen“. Dann überrollte mich ein Mark erschütternder Schrei und ich drehte mich um: Das Krokodil…

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