Superheld

20. März 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich schnappte mir den Übeltäter, fesselte ihn und band ihn an die mächtige Krichturmspitze. Als ich genau hinsah bemerkte ich, das es sich um Guido Westerwelle handelte. Ich war mir sicher, ER hatte das Auto nicht aufgebrochen. Ich ließ ihn trotzdem da oben und gab ihm etwas Zeit, über seine sexuelle Gesinnung nachzudenken. Nicht das ich etwa ein Problem mit Homosexualität hätte, ich glaube nur, dass er eventuell als Pfarrer besser aufgehoben wäre, als auf dem Sitz neben Angela Merkel. Und er hätte mehr spaß.

Ich überflog die Stadt also noch einmal und fand den Autoknacker schließlich versteckt in einer kleinen dunklen Gasse. Er sagte, er war das nicht und ich packte ihn und nannte ihn eine kleine Pestbeule. An der Domspitze befestigte ich ihn in einer eindeutigen Position direkt am Vizekanzler, der mich anflehte ihn wieder herunter zu lassen, er wäre ein gefundenes Fressen für die Presse. Ich rief sofort die Bildzeitung an.

In der Zwischenzeit gestand der kleine Gauner, dass er einmal in Guidos Auto eingebrochen sei und sein Radio gestohlen hätte. Guido sagte, „ich vergebe dir… dir sei vergeben“.

Als die Mitarbeiter der Bildzeitung eintrudelten warf ich sie abwechselnd in die Luft, damit sie Fotos und ein paar Eindrücke der Situation sammeln konnten. Doch sie waren unzufrieden und undankbar. Also nahm ich ihre Gürtel und band ihre Hälse aneinander, sodass sich ihre Adamsäpfel unangenehm berührten. Ich brachte sie in die Kirche, schloss ab und ließ dem Pfarrer, der oft dabei beobachtet wurde, wie er die Adamsäpfel seiner jugendlichen Minnestranten berührte, seinen Spaß haben. Inzwischen war Guido den Tränen nahe weil der Autoknacker ihn böse beschimpft hatte. Ich band beide wieder los, gab ihnen jeweils einen Kuss auf die Wange und sie gingen Händchenhaltend fort.

Eine Stunde später öffneten sich die Kirchentore und ein hochentspannter Pfarrer, mit der Kamera des Bildfotografen um den Hals verabschiedete die beiden Journalisten und mahnte beide nochmal, Vergebung zu üben. Genau wie auch er.

Ich setzte mich wieder auf meinen Beobachtunsposten und hielt weiterhin ausschau nach den Bösewichten dieser Welt.

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