Vielleicht fühlen Sie sich nicht wohl, in ihrer Haut. Mag sein, Sie haben sehr viel Verantwortung zu tragen, sehr viele Menschen, die von Ihnen abhängen, von denen sie aber vermutlich nicht einmal die Gesichter kennen. Mag sein, Sie laufen durch die Straßen und halten sich für was besonderes. Doch im Grunde genommen sind Sie simpel. Sie haben schonmal jemanden Stolz auf sich gemacht. Sie haben jemanden dazu gebracht, sich besonders zu fühlen, weil er Sie kennt, oder gar mit Ihnen verwandt ist. Sie haben nicht nur ihn betrogen, Read the rest of this entry »
Archiv für die Kategorie ‘Texte’
Kill Fritz
In Texte on 3. Oktober 2006 at 13:42Was nützt es, verstimmt zu sein? Sind sie etwa eine Klavier oder ein Cello? Ihnen geht es nicht gut, sie fühlen sich schlecht und eigentlich wissen sie gar nicht so genau warum. Im Grunde genommen sind sie fit wie ein Turnschuh und sehen aus wie das blühende Leben. Doch irgendwas bedrückt sie, sie wissen halt nur nicht was. Also geben sie dem Kind doch einen Namen. Nennen sie es Read the rest of this entry »
Die Geisel
In Texte on 2. Oktober 2006 at 23:51Geistesabwesend fuhr ich hoch. Genau zum richtigen Zeitpunkt, vor der Arbeit. Den Wecker hatte ich gestern Abend vergessen zu stellen und in der folgenden Nacht hatte der Schlaf wieder einen hohen Bogen um mich gemacht.
Er quält mich. Er füttert mich mit ganz, ganz seichten Nickerchen. Kleine Häppchen von schleichender, unbemerkter Abwesenheit. Weit weg von der wichtigen Entspannung, die der menschliche Körper so nötig hat. Die ersten Stunden der Nacht scheinen Read the rest of this entry »
Monoton
In Texte on 30. September 2006 at 02:02Ein Zug raste durch meinen Schädel. Von weitem sah ich sein Licht, dann seine harte Front. Auf seinen Fenstern spiegelte sich ein roter Punkt, bevor er mich in tausend Einzelteile zerbrach.
Ich öffne langsam meine Augen. Oben die Decke, weiß. Links und rechts die kahlen Wände. Alles beim alten. Draußen holt jemand den Müll. Er macht einen unerträglichen Krach. Unten im Keller lebt der alte Gnom. Read the rest of this entry »
Fremdling
In Texte on 28. September 2006 at 20:15Nach einer arschkalten Nacht habe ich nun die Aufgabe von meiner harten Matratze zu rutschen und mich einen weiteren Tag lang zu irren. Der Mann, den ich vergangene Nacht getroffen habe erklärte mir, ich solle mal entspannen. Einen schwarzen Hut trug er, keine Schuhe. Eine Schwarze Hose, weißes Hemd, zugeknöpft, ohne Kragen. Er sprach sehr ruhig und wählte seine Worte mit bedacht. Als er mich zum ersten Mal richtig ansah hielt er inne, schmatzte Read the rest of this entry »
Gedankenverloren
In Texte on 15. September 2006 at 00:17Oben sind die flauschigen Wolken, unten ist die nasse Straße, dazwischen liegt nichts, außer eine angeblich hübsche Aussicht auf die beleuchtete Stadt. So hübsch ist die sie gar nicht. Die Mädchen hier waren früher auch irgendwie aufregender und dauernd werden irgendwelche Parks in Parkplätze umgewandelt. Da gibt´s nicht viel, was man machen kann, außer sich zu besaufen. Hier kriegt man schon als Kind vorgelebt dass du saufen mußt, sonst gehts dir dreckig. Diese Sauferei macht dich Read the rest of this entry »




