Hast du schon einmal das Problem gehabt, dass du etwas machen wolltest, aber du konntest nicht, weil du’s sofort machen wolltest, in Echtzeit?! Für den schnellen Kontakt zu ihren Freunden nutzen viele aktuelle Kommunikationsdienste wie Twitter oder natürlich P2 von WordPress. Einige nutzen studiVZ, andere skypen oder ICQgeln, schreiben sogar noch so eine antiquierte SMS, doch dies alles ist vielen nicht mehr genug. Wenn du auch das Problem hast, dass du deinen Computer und dein Handy am liebsten an die Wand schmeißen möchtest weil nichts außer heißer Luft raus kommt hilft dies: Vollkontakt. Haue deinen Freunden live und vor Ort in echtzeit auf die Fresse. Trefft euch in Hinterhöfen, unter Brücken oder versteckt hinter einem Gebüsch. Lockt eure Freunde zu diesen Orten unter dem Vorwand Klingeltöne auszutauschen oder den Beweis einzufordern, dass das iPhone auch an „ungewöhnlichen“ Plätzen Empfang hat. Für den ganzen Scheiß, den sie dir von morgens bis abens ins Haus schicken, für Dinge, die sie dich wissen lassen von denen du eigentlich niemals erfahren wolltest. Schlag ordentlich zu, denn hier gehts zu wie im wirklich echten, richtigen Leben. Näher kann man seinen Freunden nicht sein. Vollkontakt. Für auf die Fresse in Echtzeit.
Archive for the ‘Konsum’ Category
Avril ist tot
In Blender, Irrtümer, Konsum, Medien, Musik, Prominente on 6. Mai 2008 at 15:53Kennt jemand den Biography-Channel? Zwischen ein paar interessanten Beiträgen werden die großen „Stars“ aus Film und Fernsehen regelrecht heilig gesprochen. Vorsicht! – Hirnfresser sind da unterwegs.
Neulich hat jemand zu mir gesagt, er vergesse dauernd Sachen und er wisse auch gerade nicht, wie er seinen Read the rest of this entry »
Klapsmühle
In Gedanken eines Verkaufsgenies, Geschichten, Gesellschaft, Konsum on 17. April 2008 at 14:05Ein Radiowecker ist ein hochkompliziertes Stück ausgeklügelter Technik am Kopfende eines Bettes. Einer Neuanschaffung eines dieser technischen Wunderwerke geht grundsätzlich immer ausführliche Recherche voraus.
Mein Kunde braucht Hilfe, sagt er und ich glaube ihm sofort. Er möchte morgens geweckt werden. Am liebsten mit Musik aus dem Radio, soviel steht fest. Ob ich da was für ihn hätte. Ich geleite ihn zu den zweihundert Radioweckern in der eigens für sie eingerichteten Abteilung und versuche so etwas wie eine Bedarfsermittlung. Wecken soll er. Mehr nicht. Das das mal klar ist. Mir ist das so klar, wie die Diätbrühe meiner fetten Kollegin Arabella, der man, um die Behindertenquote in unserem Haus zu erfüllen ein eigenes, ihr entsprechendes Kassenhäuschen gebaut hat. Aus dem Standard-Häuschen kam sie auf üblichem Weg zuletzt nicht mehr hinaus.
Ich zeige einen einfachen Radiowecker für 29,99. Mein Kunde fragt vollkommen witzlos: „Ja kann der denn auch den Morgenkaffee kochen?“ Ja, das kann er. Und mit der Einstellungserweiterung „Sleep Deep“ kriegen sie am Abend kurz vor dem Einschlafen noch kräftig einen geblasen. Für Junggesellen oder diejenigen, die es werden wollen. Also, festgestellt dass der Kunde nicht viel ausgeben will und zack, da ist ja noch einer für 19,95. „Aber warum kostet der andere denn soviel, wenn dieser hier auch wecken kann?“ Tja, möchte ich sagen, dem fehlt eben die begehrte „Sleep Deep“ Einstellung. Tatsächlich kann man bei dem billigeren keine Sender einprogrammieren. „Aber wecken kann der doch auch, oder?“ Das ist eine großartige Frage. Kann ein Radiowecker wecken? Ja, er kann. „Und was ist mit dem hier, für 5, 99? Kann der auch wecken?“ Ja mein Schatz, er kann auch. „Warum kauft man sich denn so einen teuren, wenn die billigen sowas auch können?“ Ich denke an „Sleep Deep“ und das er wohl noch nie in seinem Leben einen geblasen bekommen hat. „Gibt halt unterschiedliche Zielgruppen“, sage ich freundlich, zuvorkommend und mit einem Lächeln auf den Lippen. „Und was ist mit dem da?“ Sein Finger zeigt auf ein Modell der oberen Klassen. Dieses gottverdammte, heiße Superbaby aus dem glühenden Schlund der Hölle hat einfach alles: Fünf einstellbare Weckzeiten für den üblichen Mormonen haushalt (das Gerät stammt von einer Firma aus Utah), einen Leistungsverstärker mit 300 Watt, zwei dicke Basslautsprecher im Koaxialen Aufbau mit integrierten Hochtönern aus Mylar in einem Titangehäuse, CD-Player, Radio mit automatischem Suchlauf und 1000 Senderspeicher für 7 verschiedene Frequenzbänder, automatische Zeiteinstellung per Funksignal, dimm bare Displaybeleuchtung, schrittweise Lautstärkeerhöhung sowohl bei Radio als auch bei CD-Wiedergabe und den 50 integrierten Naturgeräuschen, und wenn man lieb ist, haucht er einem am Morgen frischen Pfefferminzduft in die Nase. 1500 Euro!
Der „normale Hausgebrauch“ kommt ins Spiel. Naja, wir verkaufen keine Profi-Radiowecker. Nur vielleicht etwas überkandidelte Geräte für die „normalere“ Zielgruppe und ihren ganz eigenen Hausgebrauch. Normaler Hausgebrauch bedeutet im Allgemeinen: Nicht teuer. Aber neugierig sind sie trotzdem alle. Der Finger wandert weiter. Und der? Und der? Und der…? 198 Radiowecker und 396 Minuten später landen wir wieder bei dem für 5,99. Der ist aber auch gut. Und wecken kann der auch. Und zu teuer ist der auch nicht. Für den normalen Hausgebrauch eben. „Ich weiß nicht“, sagt er, „vielleicht sollte ich nochmal ‘ne Nacht darüber schlafen.“ Meine Hände wandern vorsichtig aber bestimmt an seine Gurgel, wo ich ihn unter den Anfeuerungsrufen meiner wartenden Kundschaft langsam die Luft abdrehe, und zwar genauso langsam, wie er mir soeben meinen Lebenswillen ausgesaugt hat. „Du nimmst jetzt das verdammte Ding, oder du kommst hier nicht mehr lebend raus!“ Wie ich ihn los lasse, schnappt er sich einen dieser Schrottwecker und rennt damit um sein Leben, zur dicken Arabella, die sich aus Versehen in ihrer letzten Pause eine komplette Tafel Schokolade in ihre Bluse gerieben hat. Sie lächelt ihn fröhlich an. Arabella und ich wissen, was unser Kunde nicht weiß. Was niemand unserer Kunden auch nur erahnen würde: Der Radiowecker, für den er im Begriff ist 5,99 zu bezahlen ist gerade mal 30 Cent wert. Doch das wird für immer unser Geheimnis bleiben, bis wir uns an billigen Radioweckern dumm und dämlich verdient haben und uns in der Klapsmühle eine Luxussuite leisten können um dort bis zum Ende unserer Tage hinter verschlossenen Türen bei hübschen Naturgeräuschen aus dem 1500 Euro Radiowecker genüsslich unsere in Diätbrühe getauchte Schokolade genießen.
Lauter machen
In Konsum, Musik, Ärger on 8. Oktober 2007 at 11:28Zwei iNerds unterhalten sich:
iNerd Nano: Mein iPod ist viel zu leise. Ich hab mir schon GoPod besorgt, aber damit funzt es net. Was soll ich machen, wenn ich im Bus bin, gehen die mir alle ganz schön auf den Sack. Ich will die Scheiße einfach nicht hören. Also iPod auf und schluss. Aber scheisse…
iNerd Mini: Also mein iPod ist mir viel zu laut. Ich hab den nie auf volles Rohr, sonst würden mir wahrscheinlich bald die Ohren abfallen. Was ist denn GoPod? Read the rest of this entry »
Was sie wollen
In Blender, Gesellschaft, Konsum, Trends, leise Kritik on 30. September 2007 at 15:59Was kann mein zukünftiger iPod? Surfen im Internet? Wozu, zur Hölle? Ich sitze also demnächst in New York (selbstverständlich!) im Star Bucks (schon allein die Vorstellung ist für mich natürlich absolut göttlich), trinke einen ans nahezu genialistische grenzenden Kaffee und lausche der hochgradig interessanten Popmusik, die Star Bucks für mich und die anderen genialistischen Leute, die genauso sind wie ich ausgesucht hat. Ich sage oh yeah, I like that beat, und schmeiße meinen iPod an und drücke den Star Bucks-Button auf dem Read the rest of this entry »
Hol die iPod´s rein, es wird kalt heute Nacht…
In Gesellschaft, Konsum, Zukunft, schnelles Leben on 27. Februar 2007 at 01:18Du arme Sau wirst doch eigentlich nur aus dem Schosse deiner Mutter geholt um die nächsten paar Monate die saugfähigsten, aber dafür auch teuersten Windeln vollzukacken, die sie finden konnten. Und davon klatschen sie dir eine nach der anderen auf den Arsch und wünschen dir gutes Gelingen. Und später gehts nur noch ums Essen, Waschen und Angeben. Irgendwann findest du heraus, dass du entweder sofort wieder in die Mutter zurück möchtest, oder aber du sehnst dich nach einer perfekt sitzenden Pampers, oder Read the rest of this entry »
Schwere Emotionale Probleme
In Arschgeigen, Blogs, Konsum, Prominente on 13. November 2006 at 21:28Blogs lesen finde ich mittlerweile höchst angstrengend, da ich mich ja grundsätzlich für niemand anderes interessiere, als für mich selbst. Als ich angefangen habe, mich mit Blogs zu beschäftigen, war ich noch neugierig und habe versucht zu ergründen, wer hier wie wichtig ist und was alle anderen von ihm halten. Mittlerweile ist es mir vollkommen wurscht ob da nun ein ausgewachsener Journalist regelmäßig und kostenfrei seine Meinung auskotzt um seine Jünger zu beglücken, oder ein fleischgewordener Flachwichser Read the rest of this entry »




