Wenn deine Welt nicht mehr ausreicht, dann benutz doch einfach...

Archiv für die Kategorie ‘Ängste’

Schwarz

In Geschichten, Krankheiten, Medien, Verwirrung, Ängste on 29. April 2009 at 20:51

Acht Kinder im Haus. Die Arbeit schafft mich. Die verdammten Blagen lassen mich einfach nicht in Ruhe. Die Frau ist weg. Nach Mexico, mit dem Klempner, um Schweine zu züchten. Und die Blagen? Bei mir. Schweinereiten kann ich nicht bieten. Wenigstens sind sie gesund. Trotzdem Stress. Keiner hört. Ich brauche hilfe. Dringend. RTL. Supernanny. Sie ist schon da. Sie geistert herum. Im Bad, wenn ich mir mit einer superscharfen Klinge an den Hals gehe taucht sie plötzlich hinter mir auf. Wenn ich die Treppen benutze schwebt sie neben mir. Sie beobachtet mich genau. Und die Kinder. Sie sagt nichts. Sie steht einfach nur da. Die Kinder haben Angst. Pechschwarze Haare wallen durchs Haus. Überall. Sie kriechen langsam über den Boden, kleben gelassen an der Wand oder breiten sich gemütlich an der Decke aus. Sie tanzen. Ein ganz klein wenig tanzen sie, wenn man nicht so genau hinsieht.

Es ist Kalt. Diese schwarzen Haare. Dieses schwarze Geschöpf. Unscheinbar, glatt, unnahbar. Ich höre seit kurzem Geräusche aus dem Brunnen in unserem Garten. Als würde jemand Steine verschieben. Ächzend. Stöhnend. Der Mann in meinem Spiegel verunsichert mich. Ich fürchte mich vor ihm. Er will mich umbringen. Die Nanny sagt nichts. Sie steht einfach nur da. Schwarz. Irgendwo in diesem Schwarz sind ihre durchbohrenden Augen. Und sie wissen alles. Wir wissen nichts. Schwarz. Unscheinbar. Bedrohlich. Ich glaube ich packe die Kinder und fahre nach Mexico, zu ihrer Mutter, dem Klempner und den Schweinen.

Die Kälte

In Geschichten, Gesellschaft, Gewalt, Ängste on 5. Dezember 2008 at 22:53

„Wissen sie, wenn sie in diesem Aufzug die Straße rauf und runter laufen ist es ja kein Wunder, wenn sie vergewaltigt werden.“ Der alte Rudi wusste eigentlich nicht was er Read the rest of this entry »

Very Twisted Great Pumpkin

In Halloween, You Tube, Ängste on 24. Oktober 2007 at 22:30

Die innere Kälte

In Alkohol, Arschgeigen, Ängste, Ärger on 22. Oktober 2007 at 20:45

Es wird kühler im Land. So ist es denn kein Wunder, wenn mein neuer Nachbar einiges veranstaltet, um sich ein wenig Wärme zu verschaffen. Der Arme wurde tatsächlich von seiner Mutter, die gleichzeitig unsere Vermieterin ist, der heimischen Wohnung in der ersten Etage verwiesen, um sein Glück im Erdgeschoss neben mir zu finden. Nachdem er nun einige Wochen renoviert, den Flur verunstaltet und alles mögliche an Möbelkram grundsätzlich in den Weg gestellt hat, durfte ich mir vor kurzem sein neues Read the rest of this entry »

Zögernd öffnete er die Tür

In Geschichten, Verwirrung, Ängste on 1. Oktober 2007 at 21:40

Was war er bloß? Er wusste es nicht. Nirgendwo ein Spiegel, kein Fenster, kein Fernseher, in dessen dunkler Mattscheibe er sich erkennen konnte, kein verchromtes und auf Hochglanz poliertes Aluminiumtischbein, keine Schale mit Wasser – überall nur stumpfe Oberflächen. Wenn er sich heftig drehte, dachte er, wenn er sich nur schnell genug drehte, mit unglaublich viel Kraft würde er soviel Schwung erzeugen, so dermaßen viel, wie der Schwung noch nie seit beginn seiner Existenz erzeugt wurde, auf keinem Platz der Erde, dass er so Read the rest of this entry »

Rote Pisse

In Krankheiten, Medikamente, Ängste on 6. Februar 2007 at 02:21

Es war noch nicht ganz meine Zeit aufzustehen, doch der Drang meine Blase zu entleeren war stärker als der Drang weiterzuschlafen. Barfuss trottete ich durch die kalte Wohnung über den hübschen Holzfussboden und dann über die ekelhaft kalten, wirklich ekelhaft kalten Fliesen um dann vor dem schneeweissen Klo stehen zu bleiben. Ich klappte Klodeckel und Klobrille langsam hoch, was ich immer tu, und hinterher auch immer wieder herunter. Das innere eines Klo´s finde ich nicht sehr berauschend, auch nicht wenn es leer ist, warum sollte ich dann Read the rest of this entry »

Das Ex-Freund-Problem

In Geschichten, Irrtümer, Sex, Ängste on 3. Dezember 2006 at 00:24

Wir Küssten uns. Das erste mal. Wir waren in ihrer Wohnung und hatten gerade etwas gegessen, dass wie Pasta mit irgendwas aussah. Es war gar nicht so schlecht, obwohl ich mich für Nudeln sonst nicht so erwährmen kann. Aber für sie konnte ich es. Viel Knoblauch sei da drin gewesen, aber das war uns vollkommen wurscht, wir hatten ja beide das gleiche gegessen. Jetzt viel küssen. Wie weit wird das wohl noch gehen, dachte ich. Ich war frisch geduscht, gebe zu mir an diversen stellen Read the rest of this entry »

Kennet & Lina

In Beziehung, Geschichten, Verlust, Verwirrung, Ängste on 25. November 2006 at 22:46

„Diese Scheiße, wann hört der beschissene Regen endlich auf!“ Kennet lief hektisch, nur mit einem T-Shirt, einer Jeans und Turnschuhen bekleidet durch den kleinen matschigen Wald, der am Rande seiner Heimatstadt an einen kleinen Friedhof grenzte. Vor Jahren hatte es hier einen Brand gegeben, der die Größe des Forsts stark dezimierte. Seitdem war es nur noch ein Wäldchen, aber immerhin noch ein stattliches, wenn man es gut meinen wollte. Wenn er sich grässlich fühlte, sei es wegen einer Frau oder weil er sich wie so oft Read the rest of this entry »

Schwuppen sind so

In Arschgeigen, Verwirrung, Ängste on 6. November 2006 at 20:33

„Geh mal kacken“ sind Worte, die einem als Hete auf einer Schwulenparty schwer zu denken geben. Im nächsten Moment beobachte ich, wie der gute Mann mit der betont weichelnden Stimme sich auf die leicht erhöhte Tanzfläche schwingt und zur Begrüßung jedem Tanzkasper in Reichweite freundlich in den Schritt greift. Ich versuche schon seit geraumer Zeit nicht jedes Klischee zu glauben, das man hier und da eingetrichtert bekommt. Jetzt stehe ich gerade mitten in einem. Ich könnte Read the rest of this entry »

Unter der Erde

In Gesellschaft, lebendig, Ängste on 1. November 2006 at 20:07

In der Nacht, wir kriechen durch die Erde, kommen wir manchmal heraus. Den Dreck, wie ihr ihn bezeichnet schütteln wir kurz ab, danach sehen wir euch Menschen recht ähnlich. Dann laufen wir durch Parks, durch Innenstädte, über Straßen und Bahnübergänge. Manchmal bleiben wir über der Erde bis die Sonne aufgeht, bis sie wieder untergeht, manchmal sogar länger. Wir halten uns in eurer Nähe auf und suchen ganz speziell auch nach dir. Wir sehen abgerissen aus. Die Kleidung, Read the rest of this entry »