Wenn deine Welt nicht mehr ausreicht, dann benutz doch einfach...

Archiv für April 2009

Kongress

In Geschichten on 30. April 2009 at 19:00

8 1/2 Stunden auf’m Urologenkongress. Die Klo’s waren gut besucht und trotzdem dermaßen sauber dass ich dort beinahe mein Mittagessen eingenommen hätte. Die Urologen sind nett und lassen ganz gerne mal gute Musik in ihr Ohr. Und jetzt wissen die auch, wohin und an wen sie sich wenden dürfen.

8 1/2 Stunden keine Witze von unter der Gürtellinie, also quasi dem Hauptthema. Seltsam ist, ein Lebenlang trägt man das Organ um das sich alles dreht mit sich rum und trotzdem ist man nur Laie. Es gab Vorträge über diverse Krankheiten, über neue Erkenntnisse in diesem und jenem Bereich und Workshops über zum Beispiel eine neuartige Untersuchung von Ejakulat. Ich weiß nicht, ob man sein eigenes material mitbringen durfte oder welches gestellt bekam, ich weiß nur, dass hinterher zwei junge Männer mit Milchkannen-ähnlichen Gefäßen an mir vorbei eilten. Womöglich haben die 8 1/2 Stunden nicht nur mir Spaß gemacht.

Schwarz

In Geschichten, Krankheiten, Medien, Verwirrung, Ängste on 29. April 2009 at 20:51

Acht Kinder im Haus. Die Arbeit schafft mich. Die verdammten Blagen lassen mich einfach nicht in Ruhe. Die Frau ist weg. Nach Mexico, mit dem Klempner, um Schweine zu züchten. Und die Blagen? Bei mir. Schweinereiten kann ich nicht bieten. Wenigstens sind sie gesund. Trotzdem Stress. Keiner hört. Ich brauche hilfe. Dringend. RTL. Supernanny. Sie ist schon da. Sie geistert herum. Im Bad, wenn ich mir mit einer superscharfen Klinge an den Hals gehe taucht sie plötzlich hinter mir auf. Wenn ich die Treppen benutze schwebt sie neben mir. Sie beobachtet mich genau. Und die Kinder. Sie sagt nichts. Sie steht einfach nur da. Die Kinder haben Angst. Pechschwarze Haare wallen durchs Haus. Überall. Sie kriechen langsam über den Boden, kleben gelassen an der Wand oder breiten sich gemütlich an der Decke aus. Sie tanzen. Ein ganz klein wenig tanzen sie, wenn man nicht so genau hinsieht.

Es ist Kalt. Diese schwarzen Haare. Dieses schwarze Geschöpf. Unscheinbar, glatt, unnahbar. Ich höre seit kurzem Geräusche aus dem Brunnen in unserem Garten. Als würde jemand Steine verschieben. Ächzend. Stöhnend. Der Mann in meinem Spiegel verunsichert mich. Ich fürchte mich vor ihm. Er will mich umbringen. Die Nanny sagt nichts. Sie steht einfach nur da. Schwarz. Irgendwo in diesem Schwarz sind ihre durchbohrenden Augen. Und sie wissen alles. Wir wissen nichts. Schwarz. Unscheinbar. Bedrohlich. Ich glaube ich packe die Kinder und fahre nach Mexico, zu ihrer Mutter, dem Klempner und den Schweinen.

done…

In Arbeit, Gedanken eines Verkaufsgenies on 21. April 2009 at 02:34

… um mit den Worten meines neuen iPod’s zu sprechen.

I did it. Ich hab gekündigt. Ein Jobwechsel wurde auch höchste Zeit. In bälde werde ich mich nur noch mit Dingen beschäftigen, die mir Spaß machen. Read the rest of this entry »