Wenn deine Welt nicht mehr ausreicht, dann benutz doch einfach...

Archiv für 2009

Ich blogge nicht

In Blogs, Hoffa on 8. September 2009 at 20:13

Nach langer Zeit, laaaaanger Zeit, mal wieder in dem einen oder andere Blog gestöbert. Was soll ich da noch Interesse heucheln? Ich bin nicht wirklich politisch, zumindest nicht so sehr, das ich damit ganze Seiten füllen könnte. Mein Leben ist sicher nicht so aufregend, das ich über jeden Furz und Feuerstein berichten muss, oder, mein Leben ist aufregend genug, dass ich keine Zeit habe, alles komplett schön und geschönt aufzuschreiben. Unter tausenden von Bloggern ist es für mich unwichtig, ob die Leser dieser Seiten erfahren, wann, wie, warum und zu welchen Konditionen ich Sexuelle kontakte pflege, einkaufen gehe, urlaub mache oder mich besaufe. Es ist mir tatsächlich wurscht, ob jemand, der sich freundlicherweiße die Zeit nimmt diese Worte zu lesen, mich für einen intellektuell hochbewaffnettes, mit lockerem Mundwerk ausgestattetes und immer ganz besondere Ansichten (nämlich die eigenen, genau wie die anderen) vertretendes Genie hält, oder einfach nur für einen schreib und denkfaulen vollidioten.

Ich weiß nicht mehr, wo ich soeben das Wort Offline-Leben gelesen habe, aber ich meine erkannt zu haben, wie die Buchstabend dabei ihre Nase rümpften. Offline bin ich guter Dinge, was sich sonst gerne auch online wiedergespiegelt hat. Aber online macht irgendwie nicht mehr so richtig spaß, ohne Sinn und Verstand. Diese Konzeptlosigkeit hatte offline schon vor einiger Zeit ihr Ende gefunden. Online folgt.

Ich gehe jetzt wieder offline, ihr einsen und nullen.

Kam der Sommer jetzt überaschend?

In Deutschland, Gesellschaft on 3. Juli 2009 at 01:48

Kam der Sommer jetzt so überaschend? Die Leute sehen aus, als hätten sie noch nie 29 Grad am Leibe erfahren und behelfen sich nun mit alten Laken, Tischdecken oder gar einfach nur ein paar karierte Boxershorts die eigentlich unter die Hose gehören. Ist das vielleicht die typisch negative Denkweise in Deutschland, von wegen „wir kriegen hier sowieso nie wieder einen richtigen Sommer, also schmeiß ich all meine Sommersachen in die dafür zertifizierte Sommersachentonne? Und jetzt haben wir den Salat: Die Hitze ist da. Ich habe dieses Jahr schon Kleider gesehen, die von der Altkleidertonne vom Roten Kreuz wieder ausgespuckt worden sein mußten. Selbst dieser hässliche Blechbehälter lässt sich nicht alles gefallen.

Andererseits: Ich habe leider feststellen müssen, dass es unheimlich schwer ist, ein vernünftiges Hemd zu finden, wenn man tatsächlich beabsichtigt nicht als überdimensionales Geschirrtrockentuch herumzulaufen. Streifen, Doppel- und Dreifachdickdünnstreifen die sich Kreuzen und dadurch zu Doppel – und Dreifachdickdünnkaros werden möchte ich nicht am Leibe haben, damit trockne ich allenfalls mein Geschirr. Da ist es bald einfacher, sich ein neues Hemd aus einem alten einfarbigen Bettlaken zu nähen, als die Geschäfte abzuklappern und in abgeklapperte Gesichter zu schauen die die Welt nicht mehr verstehen, wenn man sagt „ich möchte ein Hemd kaufen, aber nicht zum Karneval“. Am besten war da die antwort: „Neene, wir können auch schneller liefern.“

Jazzwang Zoo – Old World Starling

In Das Ohr, Musik on 10. Mai 2009 at 16:36

Neu im Ohr:

Jazzwang Zoo

Old World Starling

jazzwangzooSchallgrenzen/ Myspace/ Live

  • aus Münster, Platte gibts im Eigenvertrieb und hier steht auch noch was darüber. Auch hier gibts was, aber das soll hier nur verlinkt sein, weil Jan mit seinem Kommentar vollkommen recht hat. So einfach ist das.

Madam – gone before morning

In Das Ohr, Musik on 10. Mai 2009 at 15:14

Neu im Ohr:

Madame

Gone before Morning

Madam_-_Gone_Before_Morning_1

Bowers & Wilkins/ B&W-Blog/ myspace

  • gibts als download bei B&W. Anmelden, Gebühr entrichten für 12 kommende Alben im Apple Lossless Format oder als FlAC-Datei im 16, oder hochwertiger, im 24 bit Format und (natürlich legal) runter laden. Die Musik kommt von Künstlern weltweit und immer liegt den Alben die hohe Aufnahmequalität aus den Real World Studios in Wiltshire, England zugrunde. Interessante Künstler in einer natürlich lebendigen Aufnahmequalität zu erleben ist der im vergleich zum Angebot geringe Kostenaufwand sicher wert.

London Calling Kitzbühl

In Blender, Deutschland, Gesellschaft, Medien, berühmte Leute on 8. Mai 2009 at 14:31

Wo ich gerade beim Thema bin (siehe letzter Eintrag): Jetzt fängt der auch noch damit an. Wollt ihr auch gerne wissen, was Boris Becker gerade tut?  Wie Wohltätig er ist? Wie viele Werbepartner er gerade hat? Wie Boris ganz Privat etwas Zeit mit der Familie verbringt? Offensichtlich hält er sich für Deutschland’s heilige Kuh, oder den Papst oder einen König. Es gibt nicht viele Ochsen, die zu Wetten Dass… gehen und dem Volk berichten ihre neueste Errungenschaft zu ehelichen. Spätestens wenn er anfängt die Leute mit seiner Pisse zu weihen, kriegt er den nächsten Auftritt bei Gottschalk. In der zwischenzeit gibts BB-TV für alle und natürlich für alle, die nicht genug kriegen können, von dem alten Rostdegen.

Hochinteressant für echte Fans sind sicher die Videos, teilweise selbstgedreht, von Lilly, der zukünftigen. Hier sieht man Boris, wie er wirklich ist. Wenn er erzählt, dass er schon im Osten Berlins war, als die Mauer noch stand lautet die Videounterschrift: Boris redet über Geschichte. Wenn sein Sohn bei einem Osterausflug nach Kitzbühl einen Schneeball wirft, kneift der professionelle Sprecher in seiner Tonkabine beim Nachvertonen lässig ein Auge zu und plaudert locker aus: So ist eben ein ganz normaler Famillienausflug bei den „Beckers“. Familie Boris Becker. Na ich bin mal gespannt auf die Weihnachtsfolge, ende des Jahres.

Während man sich übrigens das kleine Osterfilmchen des obersupermegagenialen Superstars reinzieht, Boris über die Reiseroute sprechen hört, also von Miami nach Salzburg zum Umziehen und dann weiter nach Kitzbühl, läuft im Hintergrund „London Calling“…  Ein versteckter Hinweis? Vermisst er die guten alten „Samenraub-Zeiten“? Ist vielleicht der ganze Netzauftritt ein einziger Hilferuf? Achtet auf versteckte Botschaften und um Himmelswillen, wer sie versteht, oder verstehen will: SO HELFT IHM DOCH.

what you’re up to? – nothing!

In Konsum, Trends on 7. Mai 2009 at 00:20

Hast du schon einmal das Problem gehabt, dass du etwas machen wolltest, aber du konntest nicht, weil du’s sofort machen wolltest, in Echtzeit?! Für den schnellen Kontakt zu ihren Freunden nutzen viele aktuelle Kommunikationsdienste wie Twitter oder natürlich P2 von WordPress. Einige nutzen studiVZ, andere skypen oder ICQgeln, schreiben sogar noch so eine antiquierte  SMS, doch dies alles ist vielen nicht mehr genug. Wenn du auch das Problem hast, dass du deinen Computer und dein Handy am liebsten an die Wand schmeißen möchtest weil nichts außer heißer Luft raus kommt hilft dies: Vollkontakt. Haue deinen Freunden live und vor Ort in echtzeit auf die Fresse. Trefft euch in Hinterhöfen, unter Brücken oder versteckt hinter einem Gebüsch. Lockt eure Freunde zu diesen Orten unter dem Vorwand Klingeltöne auszutauschen oder den Beweis einzufordern, dass das iPhone auch an „ungewöhnlichen“ Plätzen Empfang hat. Für den ganzen Scheiß, den sie dir von morgens bis abens ins Haus schicken, für Dinge, die sie dich wissen lassen von denen du eigentlich niemals erfahren wolltest. Schlag ordentlich zu, denn hier gehts zu wie im wirklich echten, richtigen Leben. Näher kann man seinen Freunden nicht sein. Vollkontakt. Für auf die Fresse in Echtzeit.

Ohne Ausweg

In kaufmichbaby on 2. Mai 2009 at 14:36

Verkäufer: „So, dann schreib ich ihnen noch die Rechnung. Möchten sie das gute Stück direkt hier aus dem Verkauf mitnehmen oder lieber zur Warenausgabe, dass der Kollege ihnen das einlädt?“

Kunde zuckt unbedarft mit den Schultern: „Keine Ahnung, ist mir egal.“

Verkäufer grinst höflich und zuckt auch noch höflich mit den Schultern:“ Mir ist das auch egal.“

Kunde zieht die Schultern noch einmal kräftig nach oben: „Tja, keine Ahnung.“

Verkäufer machts ihm nach: „Tja, ich auch nicht.“

Kunde zuckt nur noch ganz wenig, zieht aber dafür einen krausen Mund: „Tja…“

Verkäufer bläßt erstmal Luft durch seine schlaffen geschlossenen Lippen: „Tja…“

Kunde ratlos: „mh…“

Verkäufer völlig ratlos: „joa…“

Kunde weiß nicht ob er schon verzweifelt ist und legt den Zeigefinger auf die Lippen: „tjb tjb tjb…“

Verkäufer, die Zeit rumkriegen wollend (weiß übrigens meistens keinen rat, ist aber dafür auch selten verzweifelt): „mh, mh, mh…“

Kunde fängt an sich aus Verzweiflung zu kratzen ohne es zu merken.

Verkäufer triumphiert: „Wir können ihnen den auch liefern“

Kunde überascht: „Ach, das geht auch?“

Verkäufer, ein Auge zu drückend: „Klar geht das.“

Kunde: „Soso.“

Verkäufer: „Jaja.“

Kunde: „Mmh.“

Verkäufer: „So ist das.“

Kunde: „Schön schön.“

Verkäufer: „Jab. Genau.“

Kunde: „Tjoa…“

Verkäufer: „Hhhhmmmmm, mhh, mhh…

Kunde: „Also dann…“

Verkäufer: „hm?“

Kunde: „mh!“

Verkäufer: „mh!“

Kongress

In Geschichten on 30. April 2009 at 19:00

8 1/2 Stunden auf’m Urologenkongress. Die Klo’s waren gut besucht und trotzdem dermaßen sauber dass ich dort beinahe mein Mittagessen eingenommen hätte. Die Urologen sind nett und lassen ganz gerne mal gute Musik in ihr Ohr. Und jetzt wissen die auch, wohin und an wen sie sich wenden dürfen.

8 1/2 Stunden keine Witze von unter der Gürtellinie, also quasi dem Hauptthema. Seltsam ist, ein Lebenlang trägt man das Organ um das sich alles dreht mit sich rum und trotzdem ist man nur Laie. Es gab Vorträge über diverse Krankheiten, über neue Erkenntnisse in diesem und jenem Bereich und Workshops über zum Beispiel eine neuartige Untersuchung von Ejakulat. Ich weiß nicht, ob man sein eigenes material mitbringen durfte oder welches gestellt bekam, ich weiß nur, dass hinterher zwei junge Männer mit Milchkannen-ähnlichen Gefäßen an mir vorbei eilten. Womöglich haben die 8 1/2 Stunden nicht nur mir Spaß gemacht.

Schwarz

In Geschichten, Krankheiten, Medien, Verwirrung, Ängste on 29. April 2009 at 20:51

Acht Kinder im Haus. Die Arbeit schafft mich. Die verdammten Blagen lassen mich einfach nicht in Ruhe. Die Frau ist weg. Nach Mexico, mit dem Klempner, um Schweine zu züchten. Und die Blagen? Bei mir. Schweinereiten kann ich nicht bieten. Wenigstens sind sie gesund. Trotzdem Stress. Keiner hört. Ich brauche hilfe. Dringend. RTL. Supernanny. Sie ist schon da. Sie geistert herum. Im Bad, wenn ich mir mit einer superscharfen Klinge an den Hals gehe taucht sie plötzlich hinter mir auf. Wenn ich die Treppen benutze schwebt sie neben mir. Sie beobachtet mich genau. Und die Kinder. Sie sagt nichts. Sie steht einfach nur da. Die Kinder haben Angst. Pechschwarze Haare wallen durchs Haus. Überall. Sie kriechen langsam über den Boden, kleben gelassen an der Wand oder breiten sich gemütlich an der Decke aus. Sie tanzen. Ein ganz klein wenig tanzen sie, wenn man nicht so genau hinsieht.

Es ist Kalt. Diese schwarzen Haare. Dieses schwarze Geschöpf. Unscheinbar, glatt, unnahbar. Ich höre seit kurzem Geräusche aus dem Brunnen in unserem Garten. Als würde jemand Steine verschieben. Ächzend. Stöhnend. Der Mann in meinem Spiegel verunsichert mich. Ich fürchte mich vor ihm. Er will mich umbringen. Die Nanny sagt nichts. Sie steht einfach nur da. Schwarz. Irgendwo in diesem Schwarz sind ihre durchbohrenden Augen. Und sie wissen alles. Wir wissen nichts. Schwarz. Unscheinbar. Bedrohlich. Ich glaube ich packe die Kinder und fahre nach Mexico, zu ihrer Mutter, dem Klempner und den Schweinen.

done…

In Arbeit, Gedanken eines Verkaufsgenies on 21. April 2009 at 02:34

… um mit den Worten meines neuen iPod’s zu sprechen.

I did it. Ich hab gekündigt. Ein Jobwechsel wurde auch höchste Zeit. In bälde werde ich mich nur noch mit Dingen beschäftigen, die mir Spaß machen. Read the rest of this entry »

Taximann

In Reisen on 17. Februar 2009 at 19:53

Vielleicht hab ich in meinem Leben in zuvielen Filmen gesehen, wie jemand ein Taxi heranwinkt. Es scheint in der realen Welt nicht typisch zu sein: Read the rest of this entry »