Abgesehen davon, dass die Worte in der Überschrift allein schon eine kleine Geschichte erzählen wollen, frage ich mich, welches Ergebnis man sich erhofft, bei Eingabe dieser Worte in dieser Reihenfolge in die bekannten Suchmaschinen des Internet. Ob die ersehnte Hilfe erfolgen konnte, nachdem man auf dieses Weblog gestoßen ist, kann ich leider nicht sagen. Ich überlege mir lieber ein Motiv, sich mit diesen profanen Worten bewaffnet auf die Datenautobahn zu begeben:
Da ist zum einen die Freundin, eine über alles geliebte Person die für einen da ist und für die man vielleicht sogar sein Leben lassen würde. Sie gehört ganz allein dir und man sorgt für Momente, die für alle beide auf immer unvergesslich bleiben. Sie ist der Mittelpunkt deines Lebens und du der ihre. Wie zwei kleine Himmelskörper die sich umkreisen sorgt ihr dafür, dass der jeweils andere nicht aus seiner Umlaufbahn geworfen wird. Ihr gebt euch halt, in guten wie in schlechten Zeiten und du weißt ganz sicher, nichts wird euch je auseinander bringen.
Doch dann ist da die andere Seite des Lebens: Die Arbeit. Du verbringst viel Zeit mit deinem Chef. Er gibt dir Geld, also tust du was er sagt. Jeden verdammten Morgen quälst du dich dort hin und sorgst dafür, dass der Mist, den er oder einer seiner Stellvertreter verzapft hat nicht zu einer Katastrophe führt und erhältst als Dank einen drohenden Blick: Nichts den anderen sagen. Er ist ein grauenhafter Mensch mit einer Lache, deren Bösartigkeit zu beschreiben in dieser Sprache kaum möglich ist. Seine Mitarbeiter behandelt er wie sein Eigentum und wer nicht über seine dreckigen Witze lacht, ist raus! Du überstehst den Tag nur, weil du weißt, dass zu Haus deine Freundin auf dich wartet, dein ewiger Quell der Freude. Die albernen Bumsgeschichten und die widerliche Prahlerei über sein überdimensionales Gemächt überstehst du nur, mit deinen Gedanken bei der Frau, bei der du sein darfst, wie du bist und sie dich trotzdem noch behandelt, wie einen richtigen Menschen. Doch plötzlich steht sie in der Tür zu deinem Büro und dein Privatleben beginnt sich mit dem Beruflichen zu vermischen.
Die letzte Nacht war vielleicht nicht so besonders, und du wolltest es lieber schnell vergessen. Sie jedoch versucht das Missverständnis aufzuklären und bringt dir zur Versöhnung etwas Süßes. Schokolade. Himmel Arsch und Zwirn, und jetzt kommt auch noch dein Chef. Die beiden lernen sich kennen, und sind sich sofort sympathisch. Das ist dir natürlich höchst suspekt. Und dein Chef trägt ausgerechnet die engsten Hosen, die er je an hatte und deine Freundin lacht, wie du sie noch nie lachen gehört hast. Und eh du dich versiehst, steht sie beinahe jeden Tag in der Tür. Die Schokolade, die sie bringt wird immer billiger, dafür bleibt sie aber länger, besonders an Tagen, an denen dein Chef zugegen ist. Irgendwann kommt sie dann nicht mehr, und du bemerkst die Zeitlich ausschweifenden Mittagspausen deines Vorgesetzten und dass er dir zwar weiterhin seine kleinen Abenteuer erzählt, aber den Namen seiner Gespielin neuerdings mitten in der Geschichte ändert oder gleich ganz weglässt. Abends ist deine Freundin zu kaputt, dir gute Nacht zu sagen und du machst dir langsam Gedanken.
In deinen Träumen baumelt das Gehänge deines Chefs herum und das verdammte Ding spricht mit dir über den Unterschied zwischen hinten und vorn und du bemerkst, dass dein „Schatz“ nicht mehr gerade sitzen kann. Leider gibt er dir Geld und sie gibt dir eine Art zu Hause und da du an beiden Dingen sehr hängst, tust du gar nichts. Außer die Worte meine, freundin, chef, riesen schwanz und arsch in die bekannten Suchmaschinen rein zu hämmern und heraus zu finden, wie du verdammt noch mal da wieder heraus finden sollst.
Black Francis ist Frank Black und ein ehemaliger Pixies. Manche sind halt ein wenig unentschlossen, wenn’s um ihre eigenen Namen geht. Aber das spielt keine Rolle, solang man ihn nicht aus den Augen verliert. Die Musik ist so gut, dass mein iTunes mich gar nicht mehr fragt, was ich hören will, sondern sofort auf BlueFinger schaltet… Na gut, das ist nicht wahr, aber wenn es das könnte, hätte ich auch nichts dagegen.



