Wenn das Wetter sich mal wieder wie flüssige Pest über einen ergießt, nachdem man sowieso schon einen beschissenen Tag hatte, ist es noch unerträglicher, ALTKanzler Schröder in der Suboptimalen Plauder- und Schleimstunde mit Beckmann zu verfolgen. Es reichen schon kurze Sätze aus einem der beiden verkniffenen Münder und schon bin ich nackt auf dem Weg in den kalten Regen. Die Biographie eines freundlichen Egomanen ist mir aber auch sowas von Egal, ich habe nicht einmal Angst, hinterher nicht mitreden zu können.
Wen ich gerne nackt gesehen hätte, in ihrem Buch, ist Sarah Kuttner. Aber ihre alten Kolumnen aus irgendeinem Jugend- und junge Erwachsenenmagazin in einem Umschlag zu packen, auf dem auch noch Harald Schmidt zitiert wird, ist nicht kreativ, nicht interessant genug und deshalb schon reif für den Ofen gewesen, als jemand die Idee dazu hatte. Das sie mal ein VivaBunny war und sich dann bei MTV angebiedert hat, bis sie gehen durfte macht es auch nicht einfacher sich auf ihr Geschwätz zu konzentrieren, vor allem in geschriebener Form. Doch jedesmal wenn ich sie sehe, möchte ich mein Gesicht in ihren nackten Schoss vergraben. Das ist doch auch schon was.
Schröder und Kuttner haben also gezeigt, dass sie noch lebendig sind. Und das auf einem Niveau, an das z. B. Fidel Castro vorerst nicht heranreichen wird. Der Kubanische Staatsführer musste per Video beweisen, das er noch lebt. Würde er ein Buch herausbringen, würden die Kritiker ohnehin daran zweifeln, ob das Werk wirklich aus seiner Feder stamme. Also lieber ein Video, in dem er auf und ab geht.
Ich finde, diverse Leute sollten grundsätzlich erst mal ein Video von sich aufnehmen, wie sie auf und ab gehen. Gerade so prominente Gestalten, die an ihrem Job gescheitert sind aber trotzdem nicht wissen, wann schluss ist, oder wie´s weitergeht. Mit einem Buch? Was soll die ganze Papierverschwendung. Hört auf zu schreiben, kauft euch lieber eine DigiCam. Macht euch euer eigenes Bild von euch und setzt es dann bei YouTube rein, oder MyVideo. Feiert den NonKommerz. Kein Geld für euch. Aber Annerkennung. Fans. Und alles Digital. Da seid ihr Konserviert bis über euren Tod hinaus. Es braucht ja nur ein paar Sekunden. Da passt der Inhalt eurer Bücher problemlos hinein, würde ich sagen.




Einen Kommentar hinterlassen